DepotstrukturDarunter versteht man die Zusammensetzung der Wertpapiere und der anderen Vermögensanlagen (Gold, Sparbücher, Beteiligungen) über die ein Anleger verfügt. Seine Zusammensetzung entscheidet nicht nur über die Höhe der Rendite sondern auch über die Krisensicherheit der Gesamtanlagen. Beim Aufbau eines Wertpapierdepots sollte immer darauf geachtet werden, eine ausgewogene Zusammensetzung der darin enthaltenen Risikopapiere und Renditetitel zu erreichen. Neben Aktien sollten deshalb auch andere Formen der Geldanlage nicht vergessen werden. Andernfalls kann eine Branchenkrise oder eine allgemeine und vielleicht für längere Zeit anhaltende Schwächephase an der Börse zu argen finanziellen Problemen führen. "Altvermögen" umstrukturieren: Wenn nicht schon Vermögen vorhanden ist oder eine Erbschaft den Start erleichtert, wird es beim Einstieg in das Wertpapiersparen meist schwer sein, auf eine ausgewogene Zusammensetzung der im Depot enthaltenen Wertpapiere und anderer Vermögenswerte zu achten. Das ist dann allenfalls durch den Kauf von Fondsanteilen zu erreichen, deren Anlagepolitik sowohl auf Sicherheit als auch auf die Nutzung von Renditechancen setzt. Mittel- und langfristig sollte aber auch für die eigene Vermögensanlage eine ausgewogene Mischung angestrebt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn die Vermögensbildung der Altersvorsorge, dem Ansparen für einen späteren Hauskauf, der Sicherung von Familienangehörigen oder dem Aufbau einer Rücklage für die Wechselfälle des Lebens dienen soll. Dann kommt es nämlich darauf an, dass neben den Vermögenswerten, die im Hinblick auf eine deutliche Wertsteigerung (also chancenorientiert) oder aus spekulativen Gründen erworben wurden, auch solche Anlageformen vertreten sind, die geringen Wertschwankungen unterliegen, eine sichere Rendite bringen und jederzeit auch wieder "versilbert" werden können, wenn Bargeld gebraucht wird. Denn es kann immer sein, dass ein Teil des spekulativ angelegten Geldes verloren geht oder dass gerade dann, wenn Liquidität benötigt wird, bestimmte Wertpapiere - oder nach einem Crash sogar alle - nur mit hohem Verlust verkauft werden können. Die ideale Depot- und Vermögensstruktur gibt es nicht. Denn was im Einzelfall "ideal" ist, hängt unter anderem vom jeweiligen Einkommen und Alter, vom Gesundheitszustand, der familiären Situation und den Erwartungen ab, die im Ruhestand an den Lebensstandard gerichtet werden. Wichtig ist auch, ob später mit einer Rente plus einer Betriebsrente, mit einer berufsständischen Versorgung, mit einer Lebensversicherung oder eventuell auch mit einer Erbschaft zu rechnen ist oder ob Sie den Vermögensaufbau ganz aus eigener Kraft schaffen müssen. Achtung: Bei der Geldanlage gilt mehr noch als in anderen Lebensbereichen: Nie alles auf eine Karte setzen. |