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Montag, 7. November 2011, 21:49

1% Regelung und Entfernungspauschale

Hallo liebe Forenmitglieder,

bitte steinigt mich nicht; ich habe mir jetzt jede Menge Beiträge zum Thema durchgelesen, bin aber noch nicht auf die Antwort zu meiner Frage gestoßen (wohl aber fast jedes Mal auf den Satz, doch bitte die Forensuche zu nutzen - das habe ich beherzigt), wurde durch widersprüchliche Aussagen eher noch mehr verunsichert. Meine Frage ist für euch sicher relativ einfach zu beantworten. Da ich nicht weiß, wie die Antwort ausfällt, frage ich in zwei Varianten und danke herzlich im Voraus für Antworten.

1. Dienstwagen wird per 1% Regelung und 0,03% für Wege Wohnung/Arbeit über den Lohn versteuert, vertraglich ist die private Nutzung nicht eingeschränkt.
- Kann ich beim Lohnsteuerjahresausgleich die Entfernungspauschale i.H.v. 0,30 € pro Kilometer zwischen Wohnung/Arbeit geltend machen?
- wenn ja: müssen die geltend gemachten Kilometer dann (zwangsläufig) mit der Anzahl aus der 0,03% "Regelung" übereinstimmen?

2. Dienstwagen wird per 1% Regelung versteuert, die private Nutzung ist erlaubt, aber es gilt die Einschränkung, dass das Fahrzeug nicht mit nach Hause genommen werden darf.
- Kann ich beim Lohnsteuerjahresausgleich die Entfernungspauschale i.H.v. 0,30 € pro Kilometer zwischen Wohnung/Arbeit geltend machen?
- wenn nein: warum nicht?

Vielen Dank !

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »leona« (7. November 2011, 22:09)


g.horn

Erleuchteter

Beiträge: 4 693

Wohnort: 58642

Beruf: Buchdruckermeister, Schriftsetzer, bilanzsicherer Buchhalter, e.K.

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2

Dienstag, 8. November 2011, 09:02

die private Nutzung ist erlaubt, aber es gilt die Einschränkung, dass das Fahrzeug nicht mit nach Hause genommen werden darf.

...dann stell es 100 m von "nach Hause" entfernt ab. ;)
...mal im Ernst: Was soll das?
MfG Günter
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https://kundencenter.buhl.de/index.php?_…=3&pcid=0&nav=0
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3

Dienstag, 8. November 2011, 12:02

Hallo g.horn,

zum Beispiel, weil ich nach Hause lieber mit dem Fahrrad fahr, oder weil es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schneller geht, da Stau-Stadt, oder weil es am Wohnort keine Parkplätze gibt bzw. Parkraumbewirtschaftung zu horrenden Preisen - oder weil es eventuell steuerlich Vorteile bringt (was ich nicht weiß, da in deinem Post leider kein Hinweis zur Antwort auf die Ausgangsfragen zu finden war).

Danke auch weiterhin an alle Hilfsbereiten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »leona« (8. November 2011, 12:09)


4

Dienstag, 8. November 2011, 13:01

Im Prinzip sind die Alternativen doch hier im Forum in diversen Threads schon mehrfach abgearbeitet worden. Ansonsten reicht es aus, wenn der Firmenwagen für Privatfahrten und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung steht. Dann sind die entsprechenden geldwerten Vorteile zu versteuern und eben ggf. teilweise auch als Werbungskosten abziehbar. Ansonsten bleibt ja immer noch die Fahrtenbuchmethode (auch hier im Forum nachzulesen).
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5

Dienstag, 8. November 2011, 13:51

Hallo miwe,

auch dir danke für deinen Beitrag. Ich bin nun schon schlauer und verstehe das so, dass ich die Entfernungspauschale grundsätzlich immer in der Steuererklärung ansetzen kann, egal ob versteuerter Dienstwagen, versteuerter Wohnung/Arbeit-Weg, oder ob eben gar kein Dienstwagen.

Wie ich ja eingangs schrieb, habe ich mir einige Beiträge durchgelesen, jedoch gibt es häufig einfach kleine Unterschiede in der Fragestellung sowie widersprüchliche Beiträge in DIskussionen, die den Laien (mich) verunsichern.

Falls also jemand Lust hat, einfach nur meine Fragen zu beantworten, würde ich mich sehr freuen.

6

Dienstag, 8. November 2011, 14:21

Deine Fragen beziehen sich doch auf Standardfälle. Und nur weil die Frage oder Antwort etwas anders formuliert ist, muss si doch nicht unzutreffend sein.

Genau durch solch zusätzliche Fragen zu derselben Problematik wird das Forum eben unübersichtlich. Nicht nur für Laien. Wir verweisen also nicht aus Spaß auf die Forensuchfunktion und deren Nutzung.

zu 1.:
ja una ja

zu 2.:
Wie kommst Du dann zur Arbeit und wieder zurück? Daraus ergibt sich doch die Lösung.
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7

Dienstag, 8. November 2011, 20:00

Hallo leona,

meines Wissens nach, jedoch bin ich kein Steuerexperte, habe jedoch seit 8 Jahren Privat-Nutzung, sind beide Fragen mit Ja zu beantworten - zumindest war dies bei mir immer so!

Ich hingegen habe ein viel größeres Problem - vielleicht weißt Du da, an wen ich mich wenden kann??
Ich habe eine freiberufliche Nebentätigkeit. Wenn ich diesbezüglich Fahrten mit meinem privat genutzten Dienstwagen erbringe, müsste dies doch als Fahrtkosten anzurechnen sein, oder? Durch die Gestattung meines Arbeitgebers, den Dienstwagen privat zu nutzen und diesbezüglich die ordentliche Versteuerung (1%-Regelung), müsste der Dienstwagen somit doch (zumindest Leihweise) zu meinem Privat-PKW werden, oder??

8

Dienstag, 8. November 2011, 20:14

Ich habe eine freiberufliche Nebentätigkeit. Wenn ich diesbezüglich Fahrten mit meinem privat genutzten Dienstwagen erbringe, müsste dies doch als Fahrtkosten anzurechnen sein, oder?
Du hättest nach geltender Rechtslage diesbezüglich ebenfalls einen geldwerten Vorteil durch Deinen AG versteuern zu lassen.
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9

Samstag, 12. November 2011, 14:02

Standardfälle ja, aber Antwort falsch


zu 1:
ja und ja

ja und NEIN

vgl. BMF Schreiben vom 11.12.2001 - IV C 5 - S 2351 -
300/01, BStBl I S. 994, "Entfernungspauschalen 2001" Tz.
1.4). Für die 0,03% kommt die kürzeste Strecke zum Ansatz, wenn du aus verkehrstechnsichen oder anderen Gründen eine sinnvolle, längere Strecke fährst, kannst Du diese absetzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mArk78« (12. November 2011, 14:27) aus folgendem Grund: Überschrift falsch


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Samstag, 12. November 2011, 15:40

Ich bleibe bei ja und ja Frage 1. Das sollte der Regelfall sein. Und eine gute Begründung nebst Nachweisen muss man bei abweichenden zahlen auch haben. Und spätestens ab dem nächsten Jahr hat man ein Begründungsproblem. Ansonsten sollte man seine Fundstellen auch verlinken.

Abgesehen davon gibt es eh neuere und sinnvollere Alternativen zu übedenken.

Lohnsteuerliche Behandlung der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte (§ 8 Absatz 2 Satz 3 EStG)
Anwendung der Urteile des BFH vom 22. September 2010 - VI R 54/09 - (BStBl II Seite ■■■ ), - VI R 55/09 - (BStBl II Seite ■■■) und - VI R 57/09 - (BStBl II Seite ■■■)
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Samstag, 12. November 2011, 16:13

Interessant, verstehe ich das richtig das ich hier von der Entscheidung des Arbeitgebers abhängig bin? Da wird meiner wohl bei der 0,03%-Regelung bleiben. Wir haben aktuell das Problem, das keiner beim Arbeitgeber an die 45 Tage Regel gedacht hat und wir über Jahre nicht nach der 0,03%-Regel besteuert wurden. Jetzt gab es eine Außenprüfung, Folgen für uns Mitarbeiter noch unklar, aber ich denke wohl, wir werden hier kräftig nachzahlen müssen.

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Samstag, 12. November 2011, 19:14

Wir haben aktuell das Problem, das keiner beim Arbeitgeber an die 45 Tage Regel gedacht hat und wir über Jahre nicht nach der 0,03%-Regel besteuert wurden.
Hat der AG keinen Steuerberater?
Jetzt gab es eine Außenprüfung, Folgen für uns Mitarbeiter noch unklar, aber ich denke wohl, wir werden hier kräftig nachzahlen müssen.
Mit Zins und Zinseszins. ;)

Wartet erst einmal ab,. Oft werden da aus Vereinfachungsgründen pauschale Deals gemacht, nach denen der AG dann eben pauschal versteuert und auch die Steuerlast trägt.
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Samstag, 12. November 2011, 20:18

Das mit dem Steuerberater habe ich mich auch schon gefragt,. Bei einem >1000 Mitarbeiter Unternehmen verlässt man sich eigentlich darauf, das die Gehaltsabrechnung stimmt.
Mmmh, was mich erst mal stört ist, das uns nur ein Formular vorgesetzt wird in dem wir EIN Kreuzchen machen sollen, ob wir 2008-2011 öfter als 45 mal im Büro waren. Erstens könnte das ja jedes Jahr verschieden gewesen sein und zweitens waren wir ja nicht über diesen Sachverhalt informiert und haben das deshalb ja auch nicht aufgeschrieben und drittens kann doch meines Wissens nach der Arbeitgeber steuerliche Dinge nur für das laufende Steuerjahr ändern und nicht rückwirkend bis 2008? Wer schuldet denn hier die Aufzeichnungen?

Blöd ist auch, das es Kollegen gibt, die seit Jahren die Fahrkosten zur Arbeitsstätte absetzen, obwohl diese ja nicht besteuert wurden. Wenn es bei denen zur Nachzahlung kommt, haben die ja wenigstens vorher schon mal den steuerlichen Vorteil gehabt. ich gehöre leider zu denen, die es vermeintlich richtig gemacht haben und, da keine Besteuerung statt fand, auch nichts abgesetzt haben. Dann müsste man mir ja auch noch die Gelegenheit geben, rückwirkend die Fahrtkosten geltend zu machen?

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