Entfernungspauschale oder tatsächliche Fahrtkosten?

    Entfernungspauschale oder tatsächliche Fahrtkosten?

    Hallo,

    habe mal eine Frage. Folgender Sachverhalt:

    Januar bis Februar: einfache Entfernung Wohnung -Arbeitsstätte 18km an 45 Tagen

    Mai-Oktober: einfache Entfernung Whg-Arbeitsstätte 47 km an 145 Tagen, plus Parkkosten 85 Euro pro Monat weil Innenstadt.

    übrige Monate arbeitslos, im Dez. Totalschaden an PKW.

    Mit der Entfernungspauschale komme ich auf ca. 2100 Euro. Mit den tatsächlichen Kosten, sofern der Totalschaden anerkannt wird, auf logischerweise mehr. Ohne Totalschaden bei den tats. Kosten mit Benzin, Versicherung, Parken, TÜV etc. auf etwa die 2100 Euro.

    Was macht mehr Sinn? Totalschaden nicht durch Unfall auf Arbeitsweg verursacht, PKW hatte techn. Defekt, führte zu Kabelbrand. PKW war abgestellt.

    Kann ich als normaler Angesteller ohne EWT überhaupt tatsächliche Fahrtkosten geltend machen?

    RE: Entfernungspauschale oder tatsächliche Fahrtkosten?

    rosinchen24 wrote:

    Hallo,

    habe mal eine Frage. Folgender Sachverhalt:

    Januar bis Februar: einfache Entfernung Wohnung -Arbeitsstätte 18km an 45 Tagen

    Mai-Oktober: einfache Entfernung Whg-Arbeitsstätte 47 km an 145 Tagen, plus Parkkosten 85 Euro pro Monat weil Innenstadt.

    übrige Monate arbeitslos, im Dez. Totalschaden an PKW.

    Mit der Entfernungspauschale komme ich auf ca. 2100 Euro. Mit den tatsächlichen Kosten, sofern der Totalschaden anerkannt wird, auf logischerweise mehr. Ohne Totalschaden bei den tats. Kosten mit Benzin, Versicherung, Parken, TÜV etc. auf etwa die 2100 Euro.

    Was macht mehr Sinn? Totalschaden nicht durch Unfall auf Arbeitsweg verursacht, PKW hatte techn. Defekt, führte zu Kabelbrand. PKW war abgestellt.

    Kann ich als normaler Angesteller ohne EWT überhaupt tatsächliche Fahrtkosten geltend machen?
    Nein, kannst Du nicht.
    Da a) der Totalschaden nicht auf einem Weg zur/von Arbeit entstand und Du außerdem b) im Dezember arbeitslos warst, kannst Du auch die Unfallkosten nicht als Werbungskosten ansetzen (siehe z. B. hier )

    Für Deine Fahrten kannst Du ansetzen:
    • 45 Tage * 18 km/Tag = 810 km
    • 145 Tage * 47 km/Tag = 6815 km
    • Parkkosten spielen hier keine Rolle
    Macht also zusammen 7625 km, bei 0,30 €/km sind das ansetzbare Werbungskosten in Höhe von 2287,50 € (abzüglich der Werbungskostenpauschale, aber das macht das Steuerprogramm automatisch).
    Früher dachte ich, die Bestrafung einer Kritik an Gott ist ein Privileg der katholischen Kirche. Mittlerweile weiß ich, daß das auch in nichtreligiösen Bereichen der Fall sein kann. :censored: