Verlustvortrag

    Hallo SKYWALKER,

    für Privatpersonen geht da gar nichts mehr, für Unternehmer neuerdings 7 Jahre.

    [u]Frist für Antrag auf unterbliebene Verlustfeststellung[/u]

    Der am Schluß eines Veranlagungszeitraums verbleibende Verlustabzug (Verlustvortrag) ist von Amts wegen gesondert festzustellen. Setzt das Finanzamt im Einkommensteuerbescheid die Einkommensteuer zwar erklärungsgemäß auf DM 0 fest, unterläßt jedoch eine Verlustfeststellung, da es abweichend von der eingereichten Einkommensteuererklärung keinen negativen Gesamtbetrag der Einkünfte ermittelt hat, stellt sich die Frage, wie der Steuerpflichtige die begehrte Verlustfeststellung erreichen kann, da ein Einspruch gegen den Einkommensteuerbescheid wegen der Steuerfestsetzung auf DM 0 mangels Beschwerde regelmäßig unzulässig ist.
    Mit Urteil vom 9.5.2001 (DStR 2001 S. 1932) hat der BFH entschieden, daß in diesen Fällen die unterbliebene Verlustfeststellung nur in einem Verfahren der Feststellung des verbleibenden Verlustabzuges geltend gemacht werden kann. Der Steuerpflichtige muß daher innerhalb der für den Einkommensteuerbescheid geltenden Einspruchsfrist die Feststellung des verbleibenden Verlustabzuges beantragen. Enthält der Einkommensteuerbescheid keine entsprechende Belehrung, kann dieser Antrag noch innerhalb eines Jahres seit Bekanntgabe des Einkommensteuerbescheides gestellt werden.
    Da die Rechtsbehelfsbelehrungen in Einkommensteuerbescheiden bislang keinen entsprechenden Hinweis auf diese Antragsmöglichkeit enthalten, kann die Verlustfeststellung regelmäßig noch innerhalb der Jahresfrist beantragt werden.